Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude


Die Corona-Krise ist sicherlich eine Krise, die alle Menschen dieser Welt an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. Alles, was uns Sicherheit gegeben hat, ist weggebrochen: unsere Alltagsroutine, Kontakt zu Freunden, unsere beruflichen beruflichen Tätigkeiten wurden eingeschränkt oder vielleicht sogar beendet.

Die Pandemie hat uns in eine Situation der Unkontrollierbarkeit hinein katapultiert. Kontrolle aber zählt zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Ihr Mangel oder Verlust fördert Ängste und ein Ohnmachtserleben. Wie können wir damit umgehen?

Und mit diesen Empfindungen gehen Menschen auf sehr unterschiedliche Weise um. Manchen Menschen gelingt es, in der Krise eine Herausforderung zu sehen und mobilisieren innere Kräfte, mit denen sie die schwierigen Emotionen bewältigen können. Andere wiederum beginnen zu kämpfen. Und wieder andere gleiten in Resignation oder entwickeln eine Depression.

Das Kämpfen ist die schlechteste Variante, mit der Krise umzugehen.

ACT sagt: „das was du nicht haben willst, bekommst du“. Das Gehirn verarbeitet Gedanken und Einstellungen, indem es diese in Bilder und Körperempfindungen umwandelt und verankert. Jeder kennt das Bild des rosaroten Elefanten, an den man 1 Minute lang auf gar keinen Fall denken darf – und woran denkt man dann?

Achtsamkeitsyoga sagt: „energy flows where attention goes“. Dorthin, wo die Achtsamkeit hingeht, ließt Energie hin.

Was also können wir tun?

  • Akzeptieren, was nicht zu ändern ist, indem wir Achtsamkeit auf unsere Gefühle lenken, benennen, was wir fühlen, und Atemtechniken anwenden, um den Geist zu beruhigen.
  • wir können uns bewusst machen, dass es z.Zt. allen Menschen so geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
  • Nur, wenn es uns gelingt, zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist, kommen wir raus aus dem Gefühl der Hilflosigkeit und werden handlungsfähig. Wir alle haben erlebt, was passiert, wenn Politiker die Realität verleugnen. Donald Trump’s Leugnen von Corona hat dazu geführt, das kein Land so schwer davon betroffen ist wie die USA. Und das Leugnen der Wahlergebnisse hat – siehe die jüngsten Ereignisse – zu Gewalteskalation, Verletzten und Toten geführt.
  • Resilienz: Jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Widerstandskraft, doch manchmal versteckt sie sich tief in uns.
  • Wenn wir die Bereitschaft haben, Herausforderungen anzunehmen, belastende Gefühle zu akzeptieren im Sinne von aushalten (ein Reiz, der dauerhaft wirkt, verliert seine Reizwirkung), indem wir Gefühle benennen und nicht bewerten, den Atem zum Entspannen einsetzen und neue Formen von Gemeinschaft suchen. lässt sich die Krise nicht nur bewältigen, sondern sie stärkt uns auch.

Fazit:

Innere Stärke erwerben wir, wenn das Leben uns Übungsfelder anbietet, auf denen wir trainieren können. Ein Leben ohne Herausforderungen ist nicht wünschenswert – es macht u.U. lebensuntüchtig. Das konnte ich in meiner eigenen Familie live beobachten.

Ich helfe gerne weiter. Niemand muss sich zu meinen Yogakursen anmelden oder eine Therapie bei mir machen. Ruft mich an, wir werden gemeinsam eine Möglichkeit finden, damit der Alltag leichter wird.

Ich habe viel Freude im Leben – trotzdem – und

genauso gerne teile ich sie mit euch.


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